Am 12. Mai 2001 wurde das Evangelische Gemeindehaus in
Weyer feierlich eingeweiht – allein das schon Grund genug, 25 Jahre später
einen Gottesdienst und einen „Tag der offenen Türe“ zu machen. Am
Himmelfahrtstag 2026.
In einem kurzweiligen Gottesdienst packte Gemeindepfarrer Ulrich Finger die
Geschichte und die Bedeutung des Gemeindehauses und das bekannte
Gesangbuchlied „Komm, bau ein Haus“ in seine Predigt. Um natürlich auch
vielfältige Bezüge herzustellen zu den Psalmen des alten Bundes und der
Bedeutung der Gleichnisse Jesu für das Leben seiner Gemeinde. Musikalisch
ausgestaltet wurde der Gottesdienst durch Wolfgang Ander an der Orgel und
den Kirchenchor Weyer unter Leitung von Nicole Ebel.
Las sich der Zeitungsbericht über die Einweihung 25 Jahre zuvor noch wie eine
Aneinanderreihung von Daten und Fakten: 1250 Kubikmeter umbauter Raum,
Bausumme 720 000 Mark, Fördermittel aus der Dorferneuerung von 190 000
Mark – so ist dieser Bau doch nur dann bedeutsam, wenn er mit Leben gefüllt
ist.
Und das kann man beim Evangelischen Gemeindehaus Weyer schon sagen: Es
ist ein Dorfmittelpunkt, in dem fast täglich Leben drinnen ist. Von
Krabbelgruppe bis zum gemeinsamen Mittagstisch, von
Kirchenvorstandssitzung bis zum Heringsessen am Aschermittwoch, Konfi-
Unterricht und Gymnastik, Familienfeiern und Gottesdienste, Chorproben –
und für einige Jahre war sogar die Sparkassenfiliale im Pfarrbüro
untergebracht.
Nach dem Gottesdienst in der Kirche zog die Gemeinde dann hinab zum
Evangelischen Gemeindehaus, wo für den Kirchenvorstand Dorothea Roth
begrüßte und für das Evangelische Dekanat an der Lahn Dekan Johannes
Jochemczyck ein Grußwort sprach, bevor dann Gemeindepfarrer Ulrich Finger
den „Haussegen“ noch einmal erneuerte.
Im Gemeindehaus gab es neben Kaffee und Kuchen auch eine sehenswerte
Bilderausstellung: Eckart Kahlheber hatte vor gut 25 Jahren den Neubau des
Gemeindehauses mit seinem Fotoapparat begleitet und die Bilder und viele
Texte zu einem „Fotobuch“ zusammengefasst. Und da diese Bilder nun in
Vergrößerung die Wände in Gemeindehaus zierten, gab es viel zu sehen.
Und natürlich wurde das deutlich, was damals schon wichtig war: Das
Gemeindehaus ist ein Ort der Begegnung und der Gemeinschaft – unter Gottes
Segen.