Der Name kommt von lat. custos Hüter, Aufseher, Wächter, im Sprachgebrauch auch Kirchner oder Kirchwart. Im süddeutschen Raum (katholisch) auch Sakristan oder Messner.
Aufgaben:
• Vorbereitung des Gottesdienstes, Anwesenheit mindestens ½ Stunde vor Beginn ,
• Öffnen und Schließen der Kirche,
• Anzünden der Kerzen, Stecken der Liedtafeln, sorgt für den Blumenschmuck in der Kirche,
• Vorbereitung der liturgischen Gefäße, der Decken und Tücher für Abendmahl, Taufe, Eheschließung. Besorgt Wein und Saft für das Abendmahl.
• Legt die Paramente auf den Altar (antependium), immer auf der rechten Seite des Altars:
• weiß für Ostern und Weihnachten bis Hl. 3 Könige (Epiphanias) Ewigkeitssonntag
• lila für Passionszeit und Adventszeit und Buß- und Bettag
• grün für die Trinitatiszeit
• rot für Pfingsten und den Reformationstag (31.10.)
• schwarz für Karfreitag und Karsamstag und Ewigkeitssonntag
Früher waren die Aufgaben der Küster viel umfangreicher. Außer den heutigen Aufgaben kamen hinzu:
• Manuelles Kirchenglocken läuten (daher „Glöckner“),
• der Küster wählte die Lieder aus, war zugleich Vorsänger und spielte die Orgel, wenn überhaupt eine vorhanden war. Er war also Organist und Kantor.
• Bis ins 19. Jh. hinein war der Küster im ländlichen Bereich vor allem zugleich der Lehrer und wohnte wie der Pfarrer in einem Haus in der Nähe der Kirche.
• Er hatte auch die Hausmeisterdienste zu verrichten, d.h. das Gebäude instand halten und reinigen und die Grünflächen um die Kirche pflegen. Diese Tätigkeiten werden heute extern ausgeführt.
Sina Jäger
Walter Metzler
Ich bin Küster in der Kirberger Kirche seit November 2021. In der Bibel habe ich einen Satz gefunden, der mir besonders gefällt: In eines Mannes Herzen sind viele Pläne; aber zustande kommt der Ratschluss des Herrn (Sprüche 19,21).
Renate Lorei
Bin seid 2020 Küsterin in Ohren, was mir sehr viel Freude bereitet.
Astrid Stähler-Becker
Ich bin schon seit über 30 Jahren als Küstervertreterin im Dienst
gewesen bevor ich seit 01.11.2021 gemeinsam mit Walter Metzler den
Küsterdienst in unserer schönen Kirberger Pfarrkirche ausübe. Warum
ich diesen Dienst noch immer so gerne mache, ist sehr gut in einem Lied
des Evangelischen Gesangbuches beschrieben:
EG 166 1+2
1. Tut mir auf die schöne Pforte,
führt in Gottes Haus mich ein;
ach, wie wird an diesem Orte
meine Seele fröhlich sein!
Hier ist Gottes Angesicht,
hier ist lauter Trost und Licht.
2. Ich bin Herr, zu dir gekommen,
komme du nun auch zu mir.
Wo du Wohnung hast genommen,
da ist lauter Himmel hier.
Zieh in meinem Herzen ein,
lass es deinen Tempel sein.
Es ist immer wieder schön, die Gottesdienstbesucher zum Gottesdienst
begrüßen zu können.


